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Jugendeinrichtung JoNa

Die Jugendeinrichtung JoNa befindet sich in Berlin-Friedrichshagen. Hier betreut ein dynamisches, multiprofessionelles Team bis zu 20 geflüchtete Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren, welche unbegleitet nach Deutschland gekommen sind. Die jungen Menschen sind gerade erst eingereist und wurden von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie nach dem §42a SGBVIII vorläufig in Obhut genommen. Wir führen das sogenannte "Vorclearingverfahren" durch. 

Bei uns können die jungen Menschen erst einmal zur Ruhe kommen, Kontakt mit Verwandten und Freunden aufnehmen, sich orientieren und stärken. Wir bieten den Jugendlichen einen Schutzraum. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen ersten Terminen (z.B. erkennungsdienstliche Erfassung und Erstuntersuchung), treten wir als Team niedrigschwellig und geduldig mit den Jugendlichen in Kontakt, machen uns ein erstes Bild von ihrer Situationen und individuellen Bedürfnissen und leiten behutsam entsprechende Schritte ein (z.B. individuelle ärztliche- und psychologische Akutversorgung oder Anbindung an Beratungsstellen). 

Die Jugendlichen verbleiben bis zu 4 Wochen bei uns. In dieser Zeit wird durch die Behörden geklärt, wo sie längerfristig untergebracht werden können. Je nach Einzelfall kann dies in Berlin oder in anderen Bundesländern sein. Dort startet dann der Prozess der Jugendhilfe und das Verfahren rund um die Themen Aufenthalt und Bildung beginnt.

Wir legen im JoNa besonderen Wert auf eine wertschätzende, partizipierende, interkulturelle, transparente Arbeit, versuchen die jungen Menschen dort abzuholen, wo sie sich momentan im Leben befinden und stehen ihnen in jeglichen Lebenslagen und Gefühlswelten begleitend zur Seite.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne telefonisch unter der 030/677 98 21 19 oder per Mail unter jona(at)sozdia.de an uns.

Los ging es im Check In im März 2017

Das Check In unter der Trägerschaft der SozDia Stiftung Berlin öffnet am Montag, den 13. März, als zentrale Inobhutnahme-Einrichtung für minderjährige unbegleitete Geflüchtete im Land Berlin seine Pforten. Hier heißen wir die Jugendlichen, die besonders schutzbedürftig sind, willkommen. Die erste stationäre Clearing- und Vorclearing-Einrichtung stellt die Grundbedürfnisse und medizinische Betreuung für etwa 50 Jugendliche sicher, sortiert gemeinsam mit den jungen Menschen ihre Lebenssituation und entwickelt zusammen mit ihnen realistische Lebensperspektiven.

Monatlich erreichen etwa 100 unbegleitete minderjährige Geflüchtete allein, ohne Eltern oder Verwandte Berlin. Bislang waren diese Jugendlichen, die sich nach einer langen, beschwerlichen und traumatisierenden Flucht allein in einer fremden Stadt wiederfanden, weitgehend auf sich allein gestellt. Sie wurden notdürftig in Notunterkünften untergebracht, wohnten zeitweise in Hostels und lebten sogar auf der Straße.

Neben den Jugendlichen, die sich schon seit Längerem in Berlin aufhalten, ist das Check In für jene, die gerade angekommen sind, eine lange Flucht hinter sich gebracht und Krieg und Vertreibung erlebt haben, ein neuer Startpunkt. Für sie bietet das Check In einen vorläufigen aber sicheren Schlafplatz, Verpflegung, medizinische und psychologische Erstversorgung - betreut durch ein professionelles Team aus Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen und Sprachmittler*innen. Innerhalb weniger Wochen erfahren die jungen Menschen im Check In ihr Erst-Screening. Dazu gehört unter anderem die Klärung von Fragen zur Herkunft, zu möglicherweise erreichbaren Verwandten, zum Lebensalter, zum Gesundheitszustand und zur möglichen perspektivischen Unterbringung gemeinsam mit Freunden oder Gleichaltrigen. Ziel ist es, die jungen Menschen in für sie geeignete Settings zu vermitteln und ihnen damit neue Perspektiven zu eröffnen.

Für uns ist es ein besonderes Anliegen, über die erste Inobhutnahme hinaus zu denken und den nächsten Schritt - den der Einbeziehung in unsere Gesellschaft - von Anfang an im Blick zu haben. Hierbei legen wir großen Wert auf die Einbindung der Nachbarschaft, den Austausch zwischen dieser und den jungen Bewohner*innen sowie auf den Aufbau eines engagierten Netzwerkes, aus welchem wir Engagementmöglichkeiten fördern sowie Paten- und Vormundschaften vermitteln können.